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Heute ist autofreier Tag - ab aufs Rad! 22.09.2017 - 10:21 von Claus Vetter

Schon gemerkt? Nein? Ist ja auch schwer in Berlin, denn hier ist  am 22. September vom europaweiten vom „Autofreien Tag“ 2017 wenig zu spüren wie sonst etwa vom Weltnichtrauchertag. Voll wie immer auf den Straßen ist es, ich bin froh, an diesem morgen heil über die Argentinische Allee gekommen zu sein. Auf der Ader im Süden Berlin geht es in  der Rush Hour zu wie früher auf der Avus. Aber hier zum Thema: Der „Autofreie Tag“ ist ein von diversen Umweltverbänden initiierter Aktionstag und findet jährlich statt. Viele Städte und Orte sperren ihre Zentren am 22. September für den gesamten motorisierten Verkehr. Zum Beispiel in Wien!
Wäre in Berlin unvorstellbar, obwohl hier ja durchaus so etwas diskutiert wurde (Initiative Autofreier Sonntag) und wird. In jedem Fall ist das Wetter heute schön genug, um aufs Rad umzusteigen und die frische Luft frischer werden zu lassen (ohne Ausstöße). Hier mal zwei Beispiele aus der Republik, einmal eine E-Bike-Versuchsfahrt im Südenund dann – gar nicht so weit weg, oder? – der Verweis auf den Aktionstag in Frankfurt(Oder).

22.09.2017 - 09:29

Foto: AFP

Claus Vetter 22.09.2017 - 09:29 Uhr
In 79 Tagen um die Welt geradelt 22.09.2017 - 09:24 von Claus Vetter

In genau 78 Tagen, 14 Stunden und 14 Minuten hat es Mark Beaumont um die Welt geschafft - mit dem Fahrrad. Glücklich fuhr der 34-jährige Schotte am Montag in der französischen Hauptstadt ein, wobei ihn auf den letzten Metern zum Pariser Triumphbogen eine 20-köpfige Unterstützer-Crew auf Rädern begleitete. Am Ziel erwartete Beaumont dann seine Frau Nicci mit den ein und vier Jahre alten Töchtern Willa und Harriet.


"Ich bezweifle, dass ich je wieder so etwas machen werde", sagte der Extremsportler, nachdem er den bisherigen Rekord von 123 Wochen eingestellt hatte. Es seien "auf jeden Fall die längsten zweieinhalb Monate meines Lebens" gewesen. Mit seinem neuen Weltrekord, der Beaumont auch einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde verschafft, sei aber "ein absoluter Traum" wahr geworden. 
Insgesamt legte der Radsportler rund 29.000 Kilometer zurück. Nur den Atlantik und den Pazifik überflog er, den Rest schaffte er mit eigener Muskelkraft. Um das geplante Pensum zu schaffen, fuhr Beaumont pro Tag 16 Stunden Rad, dafür stand er jeden Morgen um 03.30 Uhr in der Frühe auf. Dazu musste er täglich 8000 Kalorien zu sich nehmen und bis zu zehn Liter Wasser trinken. 
Der Extremsportler war am 2. Juli in Paris gestartet und durchquerte auf seinem Weg nach Peking Europa, Russland und die Mongolei. Von dort flog er nach Perth in Australien, das er ebenso wie das benachbarte Neuseeland durchquerte, bevor er nach Anchorage in Alaska flog. Seine Fahrt durch Amerika endete im kanadischen Halifax, von wo er nach Lissabon flog. Die Flugzeiten wurden bei der Rekordermittlung mitgerechnet. (Quelle: AFP)

(Fahrrad-)Endspurt im Wahlkampf 22.09.2017 - 09:15 von Claus Vetter

Von uns gibt es natürlich keine Wahlempfehlung, radeln lieben sie ja schließlich alle. Am Freitag gibt es politische Abscliusskundgebungen aller großen Parteien in Berlin und beim Stimmenfang spielt auch das Fahrrad eine Rolle, wie unsere Mitarbeiterin Sabine Beikler berichtet.

Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit der Politik 21.09.2017 - 15:45 von Julian Graeber

Am Montag hat das Verkehrsministerium den „Fahrrad-Monitor Deutschland 2017“ vorgestellt. Das Ergebnis der repräsentativen Befragung zeigt, bundesweit nutzt mehr als ein Drittel der Bürger das Fahrrad regelmäßig. In der Verkehrspolitik nimmt das Fahrrad dennoch zu wenig Platz ein. 87 Prozent sind der Meinung, dass die Bundesregierung zu wenig für den Radverkehr tut. Mehr zur Umfrage beim ADFC.

Mehr Radsicherheit auf dem Tempelhofer Damm 19.09.2017 - 15:45 von Julian Graeber

Initiativen für bessere Radwege oder Fahrradstraßen gibt es in letzter Zeit ziemlich viele. Auch in Tempelhof, wie meine Kollegin Sigrid Kneist im Bezirksnewsletter berichtet: 

"SPD und Grüne wollen einen Modellversuch für Radverkehrsanlagen auf dem Tempelhofer Damm. In einem BVV-Antrag empfehlen sie dem Bezirksamt, sich beim Senat dafür einzusetzen. Das Ganze soll möglichst bald beginnen, der Radweg soll breit genug sein, dass Radfahrer sich ungefährdet überholen können, die Belange der Einzelhändler sollen berücksichtigt werden, die baulichen Veränderungen sollen zu gering wie möglich sein. Klingt nach der Quadratur des Kreises auf dieser viel befahrenen Ausfallstraße. Inzwischen haben laut der Initiative Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg rund 2000 Menschen einen Einwohnerantrag für einen Radweg auf dem Tempelhofer Damm unterschrieben."

Rechtsabbiegender LKW tötet Radfahrerin 19.09.2017 - 15:36 von Helena Wittlich

Der Lastwagen überrollte die 75-Jährige, sie starb noch am Unfallort. Sie ist das sechste Unfallopfer, das in diesem Jahr ums Leben kam. Mehr Informationen über den Unfall lesen Sie hier.

Neukölln bekommt erste Fahrradstraße 19.09.2017 - 10:16 von Helena Wittlich

Erst bekam Kreuzberg eine fahrradfreundliche Kreuzung, nun ist Neukölln dran. 500 Meter der Weserstraße sind nun als Fahrradstraße ausgewiesen; eine Verlängerung ist bereits geplant. So sollen Radfahrer die Chance bekommen, die gefährliche Fahrt auf der Sonnenallee zu meiden. 

Am Anfang der Straße steht nun ein Schild mit den Regeln einer Fahrradstraße: Fahrräder haben Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Aber auch: Der Gehweg bleibt Fußgängern vorbehalten. 

ADFC demonstriert in der City West 18.09.2017 - 14:32 von Leonard Brandbeck

Reger Radverkehr besteht auch zwischen dem Ku'damm und dem Schloss Charlottenburg in der City West, und genau hier will der ADFC am heutigen Montagabend ab 18 Uhr für mehr Radsicherheit demonstrieren.

Treffpunkt für die Fahrraddemo ist die Nordost-Ecke des Adenauerplatzes; von dort aus geht es erst einmal in den Norden Richtung Schloss bis zum Luisenplatz und dort dann nach einer Kehrtwende wieder zurück am Adenauerplatz vorbei bis zum Fehrbelliner Platz. Nach einer neuerlichen Wende führt der Weg dann wieder zurück zum Adenauerplatz, wo die Demo etwa gegen 20 Uhr ausradeln soll.

Konkret wollen die Initiatoren dabei besonders an der Ecke Lewishamstraße/Waitzstraße/Sybelstraße Vorschläge präsentieren, wie sich nach Beendigung der derzeitigen Tunnelsanierungen vorhandene Flächen nutzen ließen, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen und die Verkehrssituation zu verbessern.

Für die BVV-Sitzung des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf am kommenden Donnerstag liegt so auch eine Einwohneranfrage zu diesem Thema vor: Demnach machen dem Radverkehr besonders die Anwohner-Parkstreifen zu schaffen. Sollten sie erhalten bleiben, müssten Radler wohl in der Fahrbahnmitte fahren, um einen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter einhalten zu können, der mögliche Unfälle durch plötzliche Türöffnungen bei den parkenden Autos vermeiden würde.

Fährste Rad, fährste Auto... 16.09.2017 - 17:14 von Helena Wittlich

Und jetzt wird's professionell 16.09.2017 - 10:55 von Katrin Schulze

Kurzer Schwenk zum Profiradsport. Am Sonntag beginnt da die Straßenrad-WM in Bergen. Aus deutscher Sicht muss man auf Tony Martin und John Degenkolb hoffen, obwohl die Voraussetzungen für beide besser sein könnten.

Martin geht zwar als Titelverteidiger ins WM-Einzelzeitfahren, doch für ihn gibt es im wahrsten Sinne des Wortes ein Hindernis: Den Mount Floyen, ein 3,4 Kilometer langer Schlussanstieg mit durchschnittlich 9,1 Prozent Steigung, der am Ende des Parcours zu bewältigen ist. Und der einstige Paris-Roubaix-Sieger John Degenkolb ist noch nicht in alter Form. Aber wir lassen uns gerne überraschen.

Kreuzberger Kreuzung wird radfreundlich 15.09.2017 - 12:37 von Leonard Brandbeck

Mit Unfällen an der Kreuzung Blücherstraße/Zossener Straße im Kreuzberger Bergmannkiez soll ab heute Schluss sein. Am Freitag hat Grünen-Baustadtrat Florian Schmidt die frisch umgebaute Kreuzung eröffnet, die von nun an für mehr Sicherheit sorgen soll. In der Vergangenheit kam es in der Gegend immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Radlern und Autofahrern.

Vor allem Unfälle mit rechtsabbiegenden Autos sollen durch den in der Mitte der Fahrbahn neu angelegten, besonders breiten Fahrradstreifen vermieden werden. Umgekehrt ist es für Radfahrer nun auch möglich, ohne einen Stopp an der Ampel von der Blücherstraße aus rechts in die Zossener Straße Richtung Landwehrkanal abzubiegen.

500 000 Euro hat das Land Berlin in die Anfang Juni begonnenen Umbaumaßnahmen investiert und dafür auch Verkehrsbehinderungen sowie eine Umleitung des BVG-Busverkehrs in Kauf genommen – etwa drei Monate später ist der Umbau nun abgeschlossen.

Weiterhin in der BVV beschlossen, aber noch nicht umgesetzt, ist zudem auch die Einrichtung eines Fahrradstreifens in der Zossener Straße im Abschnitt zwischen Gneisenau- und Blücherstraße. 

Die Zossener Straße wird dauerhaft in eine Fußgängerzone umgewandelt, die für den Radverkehr wie auch den Liefer- und BVG-Busverkehr weiterhin befahrbar bleiben soll.

15.09.2017 - 12:53

Screenshot: Google Street View

Leonard Brandbeck 15.09.2017 - 12:53 Uhr
14.09.2017 - 13:49
Leonard Brandbeck 14.09.2017 - 13:49 Uhr
Wohin mit den Fahrradleichen? 14.09.2017 - 13:53 von Leonard Brandbeck

Nicht nur in Spandau sammeln sich die Fahrradleichen; eine kurze Umfrage in der Redaktion ergab etwa noch die Stellplätze an den Standorten Sundgauer Straße, Mexikoplatz oder auch Warschauer Brücke als beliebte Radfriedhöfe. Und auf Facebook werden gar besonders „prächtige“ Exemplare zur Schau gestellt.

Doch was passiert denn nun eigentlich auf Dauer mit den verlassenen Fahrrädern?

Die Verwaltung gibt auf ihrer Website Auskunft darüber: Wird das Ordnungsamt auf Räder aufmerksam, die offensichtlich von ihren Besitzern aufgegeben in der Öffentlichkeit verwahrlosen, so werden diese Räder mit einem gelben Sticker versehen. Der fordert den Besitzer zur Beseitigung des Rades innerhalb einer angegebenen Frist auf, die je nach Bezirk zwischen zwei und fünf Wochen variiert. Nach Ablauf der Frist werden die verbliebenen Fahrräder oft in größer angelegten Aufräumaktionen eingesammelt und dann entweder verschrottet oder auch an verschiedene soziale Träger und Vereine weitergegeben.

Dass die Behörden dabei jedoch auch in einem Dilemma stecken, haben wir hier bereits einmal aufgeschrieben – denn erst einmal ist es ja nicht verboten, ein defektes Fahrrad etwa für die Zeit eines längeren Urlaubs in der Öffentlichkeit stehen zu lassen.

Wer mutmaßliche Fahrradleichen sichtet, kann die Behörden jedoch direkt kontaktieren und den Fund melden. Relativ schnell möglich ist das beispielsweise über die offizielle Ordnungsamt-App. Die Fahrräder eigenmächtig zu entfernen, ist hingegen untersagt.

Und bevor die eigenen Alträder als Fahrradleichen enden, kann man sich etwa an die Berliner Firma Fahrradleichen.de wenden, die ungenutzte Fahrräder und Radteile kostenlos abholt und professionell verwertet, um sie nach einer Aufarbeitung durch Spenden an soziale Einrichtungen und auch Verkäufe wieder in Umlauf zu bringen – Upcycling im besten Wortsinne also.

Bahnhof Spandau - ein Schrottplatz für Fahrräder? 14.09.2017 - 08:57 von André Görke

Ohne Räder, ohne Sattel, verrostet und vermüllt: Vor dem Bahnhof Spandau stehen viele Fahrradleichen rum - oder zumindest auffällig alte Räder, die ganz selten bewegt werden. Ärgerlich, weil die Pendler ihr Fahrrad bald an der mobilen Erdbeer-Bude anschließen müssen, weil sonst alles belegt ist (sogar die arme Hecke ist schon ganz zerzaust, weil Räder dort an die Stämme gekettet wurden). Swen Schulz (SPD) hat der Bahn jetzt einen Brief geschrieben. „Von Bürgern bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass immer mehr Dauerparker oder ‚Fahrrad-Leichen‘ die Stellplätze blockieren.“ Forderung: Schrottplatz entrümpeln. Swen Schulz hatte 2016 schon einmal in einem Gastbeitrag ein Fahrradparkhaus auf der einst geplanten Transrapid-Strecke nach Hamburg gefordert.


Und wenn wir schon mal da sind, zählen wir am Bahnhof Spandau auch gleich durch. Also: 1,2,3 … 112 Fahrräder (und 8 Mopeds und 1 Kehrwagen der BSR) waren dort am Dienstagmorgen, 7.25 Uhr, abgestellt (Fotobeweis). In einem der alten Räder lag die „Hörzu“ im Korb – von Mitte August. Da schauen wir nächste Woche gleich noch mal nach, welche Räder bewegt wurden. 

14.09.2017 - 12:07

Foto: dpa

Claus Vetter 14.09.2017 - 12:07 Uhr
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