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Leihräder in Berlin 22.11.2017 - 18:47 von Jörg Leopold

Falls das eigene Fahrrad mal wieder geklaut wurde oder man einfach nur selten eins braucht, bieten sich Leihfahrräder an. Kollege Johannes Drosdowski hat drei große Anbieter getestet. Lidl-Bike, Obike und Deezer Nextbike. Die Ergebnisse können sie hier im Detail nachlesen.

Spandaus schlimmste Radwege (Teil 2) 21.11.2017 - 18:20 von Julian Graeber

Vor einer Woche haben die Kollegen vom Spandau-Newsletter mit der Serie der schlimmsten Radwege des Bezirks begonnen. Im zweiten Teil geht es um den Rohrdamm in Siemensstadt. Hier ein Auszug aus dem Newsletter:

Am Rohrdamm verläuft ein Zwei-Richtungs-Radweg neben der Autofahrbahn.

• Das sagt der Verkehrsausschuss. Klare Meinung des Vorsitzenden, Jochen Liedtke, SPD: „Tempo 30 für den Rohrdamm – und rauf mit den Rädern auf die verbreiterte Fahrbahn.“

• Das sagt die Fahrrad-Lobby. Das Netzwerk Fahrradfreundliches Spandau um Angelo Bienek kritisiert den schlechten Belag und die Enge an Bushaltestellen. Platz für einen neuen Radweg wäre genug: „Nebenan auf der einen Rasenfläche – die dient nur als Hundeklo.“

• Das sagt der Stadtrat. Analyse und Ausblick von Baustadtrat Frank Bewig, CDU: „Der Radweg ist zu schmal und durch Baumwurzeln beschädigt. Eine Verbreiterung und nachhaltige Instandsetzung ist wegen des Straßenbaumbestandes nicht möglich.“ Aber: Der Rohrdamm werde 2019 ausgebaut – und dann ist der Bau von Radfahrstreifen geplant.

• Nächste Folge (3): Gatower Straße

Wenig Fortschritte beim Mobilitätsgesetz 15.11.2017 - 11:36 von Julian Graeber

Das in der Koalitionsvereinbarung verabredete Ziel, das von der Verkehrsverwaltung mit vielen Beteiligten ausgehandelte Radverkehrsgesetz „bis zum Frühjahr 2017“ ins Parlament einzubringen, wurde bereits klar verfehlt. Die Aktivisten des Fahrrad-Volksbegehrens verlieren deshalb langsam die Geduld. 24 Planungsingenieure sollten die Bezirke laut Koalitionsvertrag einstellen. Doch eine Umfrage der Aktivisten ergab, dass erst achteinhalb Stellen vergeben seien. In sieben Bezirken sei die Besetzung gar nicht absehbar. Zumindest bei der Verkehrsverwaltung geht es voran. Den detaillierten Bericht von Stefan Jacobs lesen Sie hier

15.11.2017 - 11:23
Julian Graeber 15.11.2017 - 11:23 Uhr
So funktionieren geschützte Radstreifen 15.11.2017 - 11:13 von Julian Graeber

Zuletzt wurde viel über geschützte Radstreifen (Bild: SenUVK, Visualisierung Bloomimages) diskutiert. Auch wenn für einige Menschen die grüne Farbe das wichtigste am Thema zu sein scheint, sind andere Aspekte deutlich bedeutender für die Sicherheit von Radfahrern auf den Straßen. In einer Fotostrecke zeigen wir, wie geschützte Radwege funktionieren und in welchen Städten es solche schon gibt. Zur Fotostrecke geht es hier lang

Asiatische Unternehmen wollen in Berlin 10.000 Leihräder anbieten 15.11.2017 - 10:26 von Julian Graeber

Quasi über Nacht sollen, wie vom Tagesspiegel bereits angekündigt, mehr als 10.000 weitere Leihfahrräder auf den Gehwegen und Plätzen der Stadt stehen oder sich auf den Straßen bewegen. Zwei Anbieter, die bisher rund 5000 Räder bereit stellen, buhlen bereits um die Berliner; jetzt hätten mehrere Anbieter aus China und Singapore ihr Kommen angekündigt, sagte Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner vor kurzem im Verkehrsausschuss. Was das für Auswirkungen haben kann, lesen Sie hier

14.11.2017 - 16:34
Julian Graeber 14.11.2017 - 16:34 Uhr
Spandaus schlimmste Radwege 14.11.2017 - 16:31 von Tsp

Unsere Kollegen vom Spandau-Newsletter, den man hier kostenfrei abonnieren kann, stellen ab sofort wöchentlich die schlimmsten Radwege des Bezirks vor. Teil 1: der Mini-Radweg neben der fünfspurigen Heerstraße zwischen Stößenseebrücke und Pichelsdorf (Screenshot: Google Maps). 

Aber lesen Sie selbst: 

"Das sagt der Verkehrsausschuss: Der Vorsitzende, Jochen Liedtke, SPD, nennt die Sanierung „überfällig“ („seit 2001 BVV-Beschlusslage!“). Liedtke: „Die Verbindung nach Charlottenburg muss DRINGEND neu angelegt werden.“ Aber: „Der neue Radweg ist vermutlich nur als gemeinsamer Geh- und Radweg zu realisieren.“

Das sagt die Rad-Lobby. Einschätzung von Angelo Bienek vom „Netzwerk Fahrradfreundliches Spandau„: „Viel zu schmal, knapp 1 Meter nur, kaputter Belag, gefährliche Bordsteinkante zum Gehweg, zu nah an der Straße geführt …“

Das sagt der Stadtrat. Ausblick von Frank Bewig, CDU: „Für diesen Abschnitt liegt eine Planung vor und die Finanzierung aus dem Radwegeprogramm des Senats ist zugesagt. Eine Umsetzung konnte wegen des Neubaus der Freybrücke und erforderlichem Grunderwerb bisher nicht erfolgen. Die Bauplanungsunterlagen werden gegenwärtig erstellt und ein Baubeginn auf der Südseite ist für 2019 geplant.“

• Nächste Woche, Folge 2: Rohrdamm.

Fahr schon mal den Wagen vor 10.11.2017 - 14:03 von Jörg Leopold

Interessante Statistik vom ADFC Berlin: Tatsächlich werden die Hälfte aller Wege unter fünf Kilometer in Deutschland mit dem Auto zurückgelegt. Dafür bräuchte man mit dem Rad bei gemütlichem Tempo etwa 20 Minuten - und muss danach in der Regel nicht auch noch weitere 20 Minuten für die Parkplatzsuche draufpacken.

Wie geht's weiter mit der Fahrradstaffel? 09.11.2017 - 14:56 von Jörg Leopold

So richtig scheint das noch nicht festzustehen, obwohl die Polizisten auf zwei Rädern eigentlich eine gute Sache sind. Mehr davon? Fraglich, schließlich muss das Ganze ja auch noch jemand bezahlen. Oder wie es unser Kollege Jörn Hasselmann schreibt: "Eine Ausweitung wird es so schnell nicht geben. Nach Angaben des Chefs der Verkehrspolizei, Andreas Tschisch, könne das Personal frühestens 2019/2020 aufgestockt werden – wenn denn die Politik die nötigen Stellen finanziere. Derzeit ist die Polizei schon froh, dass aus dem Pilotprojekt im Spätsommer in den Regelbetrieb überführt wurde. Dem Vernehmen nach sind derzeit nur 19 der 20 Stellen besetzt. Für den im Frühjahr ausgeschiedenen Chef der Staffel konnte bislang kein neuer, radbegeisterter Beamter gefunden werden."

Netzwerk "Fahrradfreundliches Lichtenberg" gegründet 09.11.2017 - 11:19 von Julian Graeber

Auf zwei unmotorisierten Rädern hat man es in Berlin nicht gerade leicht, schreibt mein Kollege Robert Klages in unserem Bezirksnewsletter Lichtenberg. Das wissen alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Natürlich auch in Lichtenberg. Nun hat sich ein Netzwerk gegründet: Auf Facebook schreiben die Gründungsmitglieder*innen: „Du hättest am S-Bahnhof Karlshorst gerne einen ordentlichen Radweg? Und auch an der Gehrenseestraße? Du meinst, entlang der Landsberger Allee ist ein komfortabler Radweg überfällig? Dann bist Du nicht allein! Deshalb gründen wir, die ADFC-Stadtteilgruppe und andere Initiativen mit Dir das Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg. Mit Aktionen, Engagement und Witz erhöhen wir den politischen Druck, damit sich der Bezirk dreht. Dafür brauchen wir Dich!“ Das erste Gründungstreffen findet am Dienstag, den 28. November um 19 Uhr in der Kiezspinne FAS statt, Schulze-Boysen-Straße 38. 

Grün, ja grün, sind alle meine Wege... 07.11.2017 - 16:06 von Jörg Leopold

Es tut sich was auf Berlins Radwegen - zumindest gibt es mal wieder öffentliche Gedankenspiele. Verkehrssenatorin Regine Günther plant, Radwege an Hauptverkehrsstraßen eine neue Farbe zu verpassen. Überraschenderweise hat sich die Grünen-Politikerin für Grün entschieden. Aber das dauert noch. Los gehen soll es mit den Streicharbeiten erst Anfang 2018 und dann zunächst auch nur auf der südlichen Seite der Hasenheide zwischen Südstern und Wissmannstraße. Dazu soll es Poller geben, damit der Radweg nicht zugeparkt wird. Die Spur für Radler soll zwei Meter breit sein, eine Sperrfläche von einem Meter soll dann noch mal bis zur Straße reichen. Klingt alles gut, aber Berlin hat viele Hauptverkehrsstraßen. Und bis die alle grün sind, vergeht noch viel Zeit. Aber immerhin tut sich mal was.

07.11.2017 - 16:05
Jörg Leopold 07.11.2017 - 16:05 Uhr
So kommen Sie durch den Herbst 07.11.2017 - 12:29 von Jörg Leopold

Früh wird es später hell und abends früher dunkel. Es regnet und stürmt und warm ist es auch nicht gerade. Fahrradfahren im Herbst ist nicht jedermanns Sache. Dabei kostet es nur ein bisschen Überwindung und ein bisschen Planung. Dann kommen Sie nicht nur durch den November, sondern auch gleich durch den Winter. Und so geht's:

1. Oft lässt es sich nicht vermeiden, zumindest irgendwann mal im Dunkeln zu fahren. Gerade dann, wenn Sie mit dem Fahrrad ins Büro müssen und irgendwann wieder zurückfahren. Da sollte dann zunächst mal das Licht einwandfrei funktionieren - Sie wollen ja schließlich nicht nur sehen, sondern auch gesehen werden. Dass das Rad auch sonst fahrtüchtig ist, versteht sich von selbst.
2. Bleiben wir gleich beim Thema: Eine Leuchtweste mag modisch nicht unbedingt im Trend liegen, Sie sollte dennoch zur Standardausrüstung gehören. Und lieber sicher fahren als cool übersehen werden.
3. Die Kleidung sollte wetterfest sein. Also festes Schuhwerk und eine wind- und wasserfeste Jacke - aber bitte kein dicker Wintermantel. Sie wollen sich ja auf dem Rad noch bewegen können. Ist die Jacke nicht atmungsaktiv ist, denken Sie daran, dass zwar kein Wetter von draußen durchkommt, Sie da drunter aber trotzdem (oder erst recht) schwitzen. Also Wechselshirt und/oder Handtuch mitnehmen. Und tragen Sie Handschuhe. Kalte Finger sind unangenehm und schränken das Fahrgefühl ein. Aber entscheiden Sie sich für Handschuhe, in denen Sie die Finger gut bewegen können.
4. Sonnenbrille noch nicht einmotten. Der heutige Tag ist das beste Beispiel dafür. Die Sonne scheint, steht dabei sehr tief und blendet. Wenn die Straße dann noch nass ist, ist die Sicht mindestens mal getrübt. Da hilft eine Sonnenbrille definitiv.
5. Man kann tatsächlich auch im Herbst bei Regen fahren. Dennoch sollte man das Risiko dabei nicht übertreiben. Regen allein ist nicht das Problem, kommt Wind dazu, wird es deutlich schwieriger. Der Blick auf den Wetterbericht kann auch helfen. Komme ich morgens noch trocken an, kann es abends schon ganz anders aussehen. Wobei für mich die Faustregel gilt: Wichtiger ist es, trocken im Büro anzukommen. Der Rückweg nach Hause ist weniger dramatisch, wenn man danach direkt unter die Dusche kann. Eine Jacke, die nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Nässe schützt, ist ideal.

Natürlich ist das für den erfahrenden Radler sicher nicht neu gewesen und vielleicht habe ich hier auch noch Wichtiges vergessen. Dann einfach in den Kommentaren ergänzen und ansonsten wünsche allzeit gute und entspannte Fahrt.

Der Niedergang der Fahrradstraße 31.10.2017 - 17:33 von Nantke Garrelts

Keine anderthalb Monate ist es her, da wurde die Weserstraße zu Neuköllns erster Fahrradstraße umgewidmet. Mehr Rechte für Fahrradfahrer sollte das bedeuten, Fahrradfahrer sollen nebeneinander fahren können und das Tempo bestimmen, Autofahrer müssen sich anpassen. Soweit eine gute Idee, denn die parallel verlaufende Sonnenalle ist vielbefahren, das Weigandufer von Marktrummel und Fußgängerverkehr geprägt. 

Wie weit Theorie und Praxis auseinanderklaffen können, zeigt eine Fahrt entlang der Weserstraße an einem Montagvormittag. Nasses Laub bildet eine dicke Schicht auf dem schmalen Radweg. Zwischen Hermannplatz und Pannierstraße lässt sich die Straße gut befahren, ab dem Rütli-Campus wird es trist: Auf der Straße mag man ohnehin nicht fahren, denn das Kopfsteinpflaster rüttelt Rad und Radler ordentlich durch. Zum rutschigen Laub auf dem Radweg kommen unzählige Absperrgitter, die es zu umfahren gilt. Statt entspanntem Durchkommen ist Slalomfahrt angesagt.

Ein weiterer Effekt der Stilllegung, neben eindeutiger Verwahrlosung: Durch den verminderten Verkehr scheinen Fußgänger die Straße als Fußgängerzone wahrzunehmen und laufen ohne zu schauen auf den Radweg - nicht unüblich in Berlin, bei der Fahrt die Weserstraße hinab aber fast ausnahmslos der Fall. Anstatt extra auf die Radfahrer zu achten, nehmen Autofahrer noch weniger Rücksicht: Eine geöffnete Beifahrertür ragt auf die Radspur, ein klassischer Rechtsabbiegerunfall kann gerade noch vermieden werden. In nur fünf Minuten gilt es, mehrere Unfälle und ein Nahtoderlebnis zu verhindern. 

Anstatt für mehr Sicherheit, ein besseres Radfahrerlebnis und mehr Rücksichtnahme zu sorgen, ist mit der Umwidmung der Weserstraße anscheinend genau das Gegenteil erreicht worden: Die Straße ist zwar ruhiger, dafür aber gespenstisch verlassen. Das verführt Fußgänger und Autofahrer dazu, noch weniger aufzupassen. Dazu kommt, dass die Straße durch Laub und Absperrungen eher gefährlicher geworden ist. An den Abenden, vor allem am Wochenende, kommen Kneipengänger und Touristen dazu. Als Pilotprojekt für weitere Fahrradstraßen liefert die Weserstraße damit bisher eher "worst practices" als "best practices". 

Laub, Laub, Laub 02.11.2017 - 17:29 von Jörg Leopold

Der Herbst ist nicht die schönste Jahreszeit für Fahrradfahrer in Berlin. Dass es nicht mehr so kuschelig draußen ist und früh dunkel wird, das bringt der November so mit sich. Dazu kommt die Feuchtigkeit - und das Laub. Die bunten Blätter sammeln sich besonders gern auf Radwegen und das kann gerade in Kurven gefährlich werden. Die Straßenreinigung hat viel zu tun, da kann das Laub auch schon mal liegen bleiben. So wie in der Indira-Gandhi-Straße zwischen Chopinstraße und Sportforum, wo ein Fahren auf den Radweg an der Brauerei entlang praktisch nicht mehr möglich ist. Dass ist dort nicht so dramatisch, weil kaum ein Mensch unterwegs ist, aber es gibt auch andere Ecken in Berlin, wo der Radfahrer keine Wahl hat. Wenn man dann noch Bremsen muss, kann das schon mal kritisch werden. Dazu kommt, dass man nicht immer weiß, was sich so unter dem Laub befindet. Die kaputte Bierflasche vom Wochenende bringt besondere Freude. Gut, der Spuk ist bald vorbei und letztlich ist Schnee dann sogar noch einen Zacken schärfer als das Laub. Aber das ist wieder ein anderes Thema...

25.10.2017 - 12:38

Foto: Dominic Ebenbichler/Reuters

Leonard Brandbeck 25.10.2017 - 12:38 Uhr
Niemand ist sicher vor Fahrraddiebstahl 25.10.2017 - 12:32 von Leonard Brandbeck

Mit Cem Özdemir ist nun auch eine prominente Persönlichkeit Opfer der zahlreichen Raddiebstähle in Berlin geworden: Dem Grünen-Chef wurde sein auffälliges grünes E-Bike direkt aus dem Hausflur gestohlen, Özdemir hat daraufhin öffentlichkeitswirksam um Hinweise gebeten, um es wieder zurückzubekommen.

Unser Kollege Jörn Hasselmann hat sich zu diesem Anlass einmal die generelle Situation der Probleme mit Fahrraddiebstählen in Berlin angeschaut und gibt in seinem Artikel einen Überblick über die Aufklärungschancen, Tipps zur Prävention und auch die Möglichkeit, das Fahrrad mittels eines GPS-Senders orten zu lassen.

Seid doch mal nett zueinander 23.10.2017 - 11:48 von Nantke Garrelts

24 Stunden Berlin: Auf dem Fahrradstreifen fast von einer achtlos geöffneten Autotür ins Krankenhaus befördert worden (übrigens zum vierten Mal in zwei Wochen); von einem ausscherenden BVG-Bus knallhart abgedrängt worden; und zu guter Letzt von einem Weddinger Möchtegern-Pimp von der Straße an den Bordstein geschoben worden. An seinem Rückspiegel hing übrigens ein Schildchen "I ❤️ my penis". Diese Stadt braucht dringend mal einen Verkehrs-Beziehungstherapie.  #ditisberlin #asialarm #seiddochmalnettzueinandermann 

Minus bei der Bahnrad-EM 22.10.2017 - 15:32 von Claus Vetter

Trotz eines ordentlichen Zuschauerzuspruchs haben die Bahnrad-Europameisterschaften in Berlin für ein großes Minus in den Kassen gesorgt. Einem Etat von 900 000 Euro stehen voraussichtliche Einnahmen von rund 250 000 Euro gegenüber. Der Berliner Senat habe dem Bund Deutscher Radfahrer im Vorfeld eine Fehlbetragszusage von 700 000 bis 750 000 Euro gemacht, teilte BDR-Generalsekretär Martin Wolf mit. „Ich denke, dass es irgendwann möglich sein kann, bei so einer Veranstaltung eine schwarze Null zu schreiben“, sagte Wolf.

 An den vier Wettkampftagen kamen rund 9000 Zuschauer ins Velodrom an der Landsberger Allee. Gerechnet hatten die Organisatoren im Vorfeld mit 8000 Besuchern. Das Velodrom wurde extra für die kontinentalen Titelkämpfe aufwendig umgebaut. Die neue Holzpiste und weitere Renovierungen verschlangen rund zwei Millionen Euro. Berlin wird in Zukunft noch häufiger Schauplatz von Bahn-Veranstaltungen: 2018 folgt ein Weltcup, im Olympia-Jahr 2020 die WM. (Quelle: dpa)

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